Arbeitskreis Historisches Geretsried
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Dokumentation „Die Munitionswerke im Wolfratshauser Forst“

Bereits vor Jahren hat sich der Arbeitskreis Historisches Geretsried, kurz AHG, mit einem Mitgliedsantrag zur Schaffung einer Dokumentation zu den beiden Munitionswerken, auf heutigem Geretsrieder Stadtgebiet und Umgebung, befasst. Nach intensiver Diskussion und Einschätzung des äußerst komplexen Themas und mangels ausreichender Arbeitskapazität wurde das Projekt zurückgestellt.

Anfang 2014 fand sich eine Projektgruppe - Elgard Hartung, Martin Walter, Friedrich Schumacher, Arthur Zimprich, Helmut Schmidmeier und Franz Rudolf - um das auf Eis liegende Vorhaben erneut aufzugreifen und die Dokumentation zur Herausgabe, in Buchform durch die Stadt Geretsried, vorzubereiten.

Zwischenzeitlich erweiterte sich der Autorenkreis um Gerhard Aumüller, Walter Holzer und Harry Zelfel.

Zwei, in diesem Jahr, durchgeführte Vorträge, -„Warum kamen die Munitionswerke in den Wolfratshauser Forst“ und „Die Werkbahn der DAG und DSC“, mit unerwartet großer Besucherresonanz, brachten die Erkenntnis, die Herausgabe des Buches nicht in eine ferne Zukunft zu verschieben, sondern als eine fortlaufende Serie der Geretsrieder Hefte zeitnah durch den AHG selbst zu veröffentlichen. Insgesamt sind in den nächsten Jahren bis zu acht Hefte geplant:

 

Heft 1 Warum kamen die Munitionswerke in den Wolfratshauser Forst und Grunderwerb,

Heft 2 Werks-Planung u. Bau, Wohnanlagen in WOR-Isarleiten, Föhrenwald, Ing.-Häuser in

            Gartenberg u. Geretsried, Lager Buchberg u. Stein,

Heft 3 Erschließung Straßenbau und Werkbahn mit Anschluss an die Reichsbahn,

Heft 4 Wasserver- und Entsorgung, Kanalsysteme u. Energieversorgung,

Heft 5 Die Menschen in den Werken, Freiwillige (In- u. Ausland), Dienstverpflichtete und

           Zwangsarbeiter,

Heft 6 Die Produktion der Dynamit-Aktien-Gesellschaft (DAG),

Heft 7 Die Produktion der Deutschen Spreng Chemie (DSC),

Heft 8 Die Zeit nach 1945, „Neues Leben sprießt aus den Ruinen“.

 

Für einzelne Hefte konnten in Archiven, Instutionen und Ämtern relativ viele Unterlagen recherchiert werden. Für manche Themen bisher äußerst wenig. Pläne und Produktionsrezepturen stehen aus verständlichen Gründen nicht zur Verfügung,- damals war fast alles „Geheim“, oder wurde zentral von der Obersten Heeresleitung für alle Rüstungswerke vorgegeben.

Und mit Zeitzeugen noch über die vorgenannten Themen zu sprechen, ist schier unmöglich, da fast niemand von der Erlebnisgeneration noch lebt. In vergleichbaren Projekten, wie dem „Weg der Geschichte in Gelting“ konnten jedoch Nachfahren von Beteiligten überlieferte Berichte, Unterlagen, Bilder und Ähnliches zur Verfügung stellen.

Wir bitten deshalb, besonders Mitbürger und Mitbürgerinnen, deren Vorfahren in irgendeiner Weise mit den Munitionswerken zu tun hatten und darüber berichteten, bzw. wenn sie noch Unterlagen besitzen sich unter der Telfonnr. 08171 / 90 91 30 mit Martin Walter, oder unter 08171 / 34 51 24 mit Franz Rudolf in Verbindung zu setzen.

Bearbeitung von Duplex-Zündhütchen um 1943
Bohren des Granatenzündkanals um 1943

Fotodokumentation Einst und Jetzt

Die derzeit in Geretsried noch vorhandenen Bunker sollen dokumentiert werden. Begonnen wird mit dem Blumenviertel. Die Arbeit soll mit einer Dokumentation "Einst und Jetzt" abschließen.

Gesucht werden Bilder der Bunker aus der Munitionszeit und danach, auf Papier, Buch, Foto oder digital, ganz egal.

Sollte jemand Bilder haben, bitte mit uns Kontakt aufnehmen.

 

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