Arbeitskreis Historisches Geretsried
Arbeitskreis Historisches Geretsried

Altvater

                        

Altvater: Der höchste Berg ( 1492 m ) im Altvatergebirge und die zweithöchste Erhebung im Sudetenland. Er liegt im Nordosten der heutigen Tschechischen Republik. Der Höhenzug des Altvatergebirges, bestehend aus Gneis, Granit und Schiefer, ist eine europäische Hauptwasserscheide.

Das Gebiet umfasst Teile Nordmährens und dem nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763 ) zwischen Preußen und Österreich bei Österreich verbliebenen Teil Schlesiens mit der Metropole Troppau ( Opava ). Große Teile des Gebietes gelangten 1621 während des Dreißigjährigen Krieges in den Besitz des Deutschen Ritterordens, dem die ganze Region wirtschaftlich, kulturell und sozial viel zu verdanken hat.

Das Altvatergebirge war im Mittelalter und der beginnenden Neuzeit bekannt durch seinen Reichtum an Gold-, Silber- und Eisenerzen. Bei der Erschließung dieser Bodenschätze spielte das schwäbische Kaufmannsgeschlecht der Fugger eine wichtige Rolle. Aufgrund des Reichtums an Mineralquellen entstanden zahlreiche Kurorte, die sich heute noch großer Beliebtheit erfreuen. Schrothkuren und die Kaltwasserbehandlungen nach Prießnitz haben hier ihren Ursprung.

Das Gebiet war bis 1945 fast ausschließlich von Deutschen bewohnt, die nach dem Ende des 2. Weltkrieges in den Jahren 1945/46 enteignet und vertrieben wurden.

 

Idee und Entwurf: Arbeitskreis Historisches Geretsried-WS, Text und Sponsor: Walter Pilz, Karte: aus „Dokumente zur Sudetenfrage“ Langen-Müller-Verlag

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Arbeitskreis Historisches Geretsried