Arbeitskreis Historisches Geretsried
Arbeitskreis Historisches Geretsried

Banat

Banat:

 

Das Banat ist eine historische Landschaft im heutigen Westrumänien und dem heutigen Ostserbien. Es wird begrenzt im Süden von der Donau, im Norden von der Marosch, im Westen von der Theiss und im Osten von den Ausläufern der Karpaten. Die Fläche entspricht etwa der Größe Belgiens. Der Begriff BANat kommt von der Bezeichnung BAN. Ein Ban war im Mittelalter so etwas wie ein Landvogt. In der Bundesrepublik bezeichnet man diese Volksgruppe mit dem Ausdruck „Banater Schwaben“.

„Schwaben“ war ein Sammelbegriff für deutsche Bauern und Handwerker im Banat. Selbstverständlich waren die Banater Schwaben nicht nur Siedler aus Schwaben, sondern kamen aus vielen Süddeutschen Landschaften.

Vor dem 1. Weltkrieg lebten ca. 400.000 Deutsche im Banat, davon 36.000 in der Hauptstadt Temeschburg, 12.000 in Arad und 10.000 in Reschitz. Beim Friedensvertrag von Trianon/Paris 1920 wurde der Banat in einen rumänischen Teil (ca.2/3) und einen serbischen Teil (ca.1/3), einige Dörfer fielen noch an Ungarn, aufgeteilt. Nach den Wirren des 2. Weltkriegs mit Flucht und Vertreibung, sowie der Aussiedlung seit 1977 und der Rumänischen Revolution 1989 verblieb noch ca. 20-25.000 Deutsche in der alten Heimat. Heute lebt ein Großteil der Banater Schwaben in Bayern und Baden-Württemberg.

 

Idee und Entwurf: Arbeitskreis Historisches Geretsried-WS/WH, Text: Benno Schäfer, Sponsor:   , Karte: aus

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Arbeitskreis Historisches Geretsried