Arbeitskreis Historisches Geretsried
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Schlesien

Schlesien – „Land aus Gottes Hand“(Gerhard Hauptmann)

 

Schlesien erhielt seinen Namen von dem wandalischen Stamm der Silingen.

Die schlesischen Herzöge, vor allem Heinrich I. und Heinrich II. (1201 – 1241), riefen deutsche Ministerialen, Bauern, Handwerker sowie Kauf- und Bergleute ins Land und gründeten zahlreiche Städte nach deutschem Recht.

Eine wechselvolle Geschichte erlebte Schlesien, bis es 1740 durch Friedrich den Großen nach den „Schlesischen Kriegen“ zu Preußen kam. Im 19 Jh. entfaltet sich in Oberschlesien auf Grund reicher Steinkohle-, Eisen- und Zinkvorkommen eine Großindustrie. Schlesien besitzt eine große Vielfalt an wunderschönen Landschaften wie das Riesengebirge oder die Oder, die auch der wichtigste Transportweg für die Industrie ist. In den Städten Breslau, der Hauptstadt – Oppeln, das schlesische Venedig - oder Neiße, das schlesische Rom, haben sich großartige Kunst und Architektur herausgebildet. Kein deutsches Land hat so viele Dichter hervorgebracht wie Schlesien.

Durch das Potsdamer Abkommen von 1945 wurde Schlesien polnisch verwaltetes Gebiet. Von den 4,9 Millionen Deutschen, die bis Kriegsende in Schlesien wohnten, sind 550 000 umgekommen.

1950 lebten 3,25 Millionen Schlesier als Flüchtlinge und Vertriebene in Deutschland, während sich noch 700 000 in Schlesien befanden.

1990 wurde im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung die Oder-Neiße-Linie als endgültige Westgrenze anerkannt.

 

Idee und Entwurf: Arbeitskreis Historisches Geretsried – WS/WH, Text und Sponsor: Klemens Irmer

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