Arbeitskreis Historisches Geretsried
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Sudeten

Sudeten: Sammelbegriff für die Gebirge, die Böhmen und Mähren (CR) im Norden und Nordosten begrenzen (Isergebirge, Riesengebirge, Adlergebirge und Altvatergebirge mit Niederem Gesenke). Der Begriff wurde ab ca. 1900 auf die dort lebende Bevölkerung, die zu 95% aus Deutschen bestand, angewendet. Mit Gründung der 1. Tschechoslowakischen Republik 1918 wurden alle in dem neuen Staat lebenden Deutschen als Sudetendeutsche und ihr Siedlungsgebiet in den Randlagen von Böhmen und Mähren als Sudetenland bezeichnet. Die Besiedlung dieser Gebiete durch Deutsche begann im 12. und 13. Jahrhundert. Von den böhmischen Herrschern wurden Bauern, Bergleute und Gewerbetreibende gerufen, um das Land wirtschaftlich zu entwickeln. Am Ende des 2. Weltkriegs 1945 lebten dort ca. 3,5 Mio. Deutsche, die 1945/46 enteignet und bis auf wenige vertrieben wurden.

 

Idee und Entwurf: Arbeitskreis Historisches Geretsried-WS/WH, Text: Walter Pilz, Sponsor: Sudetendeutsche Landsmannschaft Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen, Karte: aus „Dokumente zur Sudetenfrage“ Langen-Müller-Verlag

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